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Ständig starken Muskelkater

gefragt von Ivy am 09.11.12, 22:57
 
Hallo Zusammen, ich habe ein Anliegen, das mich schon eine ganze Weile belastet. Ich bin 39 Jahre alt, trainiere seit 20 Jahren, weibl. Ich hatte mit 3-4 maligen Fitnesstraining mit FitnessStudio angefangen und gelegentlich Aerob trainiert. Um meine Beine besser in Form zu bekommen und eine gute Definition zu erhalten hat sich mein Trainingsplan von Muskelaufbau immer mehr in Richtung Kraft-Ausdauer verschoben. Ich hatte gut 8 Jahre gute Betreuung durch einen Freund der selbst erfolgreicher Sportler war/ist. Ich muss an dieser Stelle wohl erwähnen, dass ich eine Eßstörung hatte/habe und für mich das Training zu einer Art Rechtfertigung für Essen (dürfen) geworden ist. "Wer sich bewegt - (nur) der darf essen". Das war auch jahrelang in Ordnung so, bis vor 2 Jahren ungefähr. Da habe ich gemerkt, dass ich immer schneller Muskelkater bekomme. Selbst wenn ich mit Hanteln arbeite mit rel. geringem Gewicht bekomme ich einen heftigen Muskelkater der mich mindestens 2-3 Tage ausser Gefecht setzt. Das macht mir ernstlich Sorgen da ich vor einigen Jahren mit wesentlich schwereren Gewichten trainiert hatte - wenn ich dann einen Muskelkater bekam wußte ich... OK.... war zu schwer... ABER heute sehe ich da keinen zusammenhang. Ich weiß, dass man keine schweren Gewichte braucht um Muskelkater zu verursachen. Aber das ist nicht mein Problem. Ich mache z.B. ein "für meine Begriffe Erfholungstraining mit wenig Gewicht" und siehe da... habe am nächsten Morgen Muskelkater.... DAS ist irgendwie für mich NEU und NICHT NORMAL.
Aber jetzt zu meinen Training-
Mo: Aerobes Training -Ecliptical Machine/Crosstrainer/Laufen, 1 Stunde, Puls im Durchschnitt 155
Di: 20 min Aufwärmen, 4 Übungen Brust je 4 Sätze 12 Wdh, Schultern, 3 Übungen, 4 Sätze 12 Wdh
Mi: Aerobes Training auf dem Corsstrainer, 1 Stunde, Puls ca 155
Do: lockeres aerobes Training für eine halbe Stunde: Laufen, Radfahren oder Crosstrainer
Fr: Pause
Sa: 20 min Aufwärmen, 4 Übungen Rücken a 4 Sätze, 12 Wdh; Bizeps 3 Übungen 3 Sätze a 12 Wdh, Trizeps 1 Übung 4 Sätze 12 Wdh
Sonntag: Aerobes Training, 1 Std., Puls ca. 155
......
Abends tägliches Dehnen und Bauchmuskelübungen
.....
DAZU kommen seit 2 Jahren: REITEN und zwar Dressurreiten
was die Beinmuskulatur und die Rücken-Trapeziusmuskulatur enrom fordert.... hätte ich auch nie gedacht
Ich reite ca. 2 mal die Woche (manchmal auch 3 mal -aber eher selten) Auf dem Pferd bin ich für eine gute Stunde.
.....
Ich nehme die handelüblichen Multivitamine, Fischöl und Vitamin E sowie Multimineralien. Wobei mein Körper die Mineralien schlecht aufnehmen kann. (Was sich in einem arhythmischen Herzschlag zeigt - ja, ich bin deswegen bei einem Kardiologen gewesen und untersucht worden. Nichts besorgniserregendes soweit) Ich habe es mit Phlogenzym und Wobenzymen probiert. Hat allerdings keine Veränderung gezeigt, außer das ich die schlecht vertrage und Diarrhoe bekomme. Ich habe es auch mit Aminosäuren probiert (ja, alle drin) auch ohne irgendeine Veränderung.
So.
Ist das mit dem Reittraining und meinem Trainingspensum und meinem Alter von 39 Jahren ZU VIEL????
Bin ich übertraniert?
Muß ich mein Training auf weniger aerob umstellen? Würde ich darauf wieder weniger definiert sein?
Will hier nochmals sagen, dass es für mich auch ein großes psychologisches Problem ist, wenn ich wieder an Gewicht zulege. Ja, auch deswegen bin und war ich in psychologischer Behandlung - aber letzen Endes muß jeder für sich laufen lernen, richtig?! -
Nun, dass ich SO nicht weiter machen kann auf die Dauer ist eindeutig.
Und meine derzeitige Lösung, eine Schmerztablette zu nehmen, ist mit Sicherheit auch eine Einbahnstraße für meinen Körper.
Ich wäre um fachkundige Hilfe sehr sehr Dankbar.
Ich finde in meiner momentanen Lage - dort wo ich wohne (Ausland) keine richtige und fachkundige Hilfe und ehrlich gesagt, wüßte ich auch nicht, wohin ich mich wenden sollte.
Vielen herzlichen Dank schon mal im voraus und sollten noch Fragen offen sein, beantworte ich sie gerne.... Ivy

Antworten der Experten

Mein voller Respekt!


Zum Training kann ich ihnen nur gratulieren. Meiner Meinung nach ist das ein optimales Mischtraining.
Jetzt zum Muskelkater: Als "Muskelkater" definiert werden Mikroverletzungen in der Muskelstruktur. Meist kommen die von Überlastung dieser Muskulatur. So wie Sie ihr Training beschreiben kann ich mir mit bestem Willen nicht vorstellen, dass die Belastung schuld sein sollte. Überhaupt wenn man bedenkt, dass Sie schon so viele Jahre dieses Training machen. Stellt sich als erstes für mich die Frage, ob es sich tatsächlich um Muskelkater, spirch Mikroverletzungen der Muskulatur handelt.
Die von ihnen beschriebenen, vermutlich selbst verordneten Nahrungsergänzungsmittel würde ich mit "SOFORTIGER WIRKUNG" nicht mehr einnehmen. Vielleicht hängen sogar die von ihnen beschriebenen Schmerzen mit diesen Mitteln in irgend einer Art und Weise zusammen. Vitamine, Mineralstoffe und ähnliches haben nur Sinn, wenn Sie auch einen, von einem Arzt diagnostizierten Mangel davon haben. Anderenfalls können zusätzlich aufgenommene Mittel auch erhebliche Schäden anrichten bzw. bringen überhaupt nichts. Und wenn, dann würde ich nur Präperate aus der Apotheke nehmen.
Meine Empfehlung:
1.: Sofort mit den Nahrungsergänzungsmitteln aufhören (sofern nicht von einem Arzt verordnet);
2.: Suchen Sie einen Arzt ihres Vertrauens und gehen Sie der Ursache ihrer Schmerzen auf den Grund (Normal sind diese Schmerzen meiner Einschätzung nicht)

Viel Erfolg noch beim Training und gute Besserung!
Muskelkater, Schmerzen, Herzarhythmie, Mineralstoffe, Dosierung, fachkundige Hilfe
von Alexandra Schügerl vor 9 Jahren 9 Monaten

Liebe Ivy,

hier würde ich ganz dringend das Thema "Übersäuerung" angehen! Es sprechen jede Menge Indizien dafür, u.a. auch, wenn Mineralien schlecht aufgenommen werden. Wenn das Milieu in der Zelle nicht stimmt, kommt nichts "Gutes" mehr an.

Zudem ist bei der Einnahme von Mineral- und Vitalstoffen darauf zu achten, welche man miteinander kombiniert und wenn ich arhythmischen Herzschlag lese, gleich folgende wichtige Information: Kaliumchlorid z.B. kann bei Überdosierung Herzrhythmusstörungen hervorrufen, im allerschlimmsten Fall sogar bis zum Herzstillstand.

Ein wahlloses Durcheinandernehmen und Mischen von ergänzenden Stoffen ist nicht zu empfehlen bzw. zu befürworten. Da sollte mal ein Spezialist hinzugezogen werden. Ich stehe gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen
Alexandra