Abwechslung im Sportprogramm mit neuen Fitness-Trends

veröffentlicht am 07.05.2014
Neue Fitnesstrends gibt es jedes Jahr und jeder Trend ist besser als die aus dem letzten Jahr. Schwerlich ist dabei, die Luftlöcher, die diese Themen eigentlich darstellen. Der neue Trend heisst: EMS. Wir stellen das Thema einmal vor.

Langjährige Freizeitsportler können es oftmals nicht mehr hören, wenn mindestens ein Mal im Jahr die neueste Trendsportart ausgerufen wird. Kein Wunder, wenn sämtliche Kanäle nicht müde werden, die gerade eben neu entdeckte Sportart in den höchsten Tönen zu loben und dabei mit Superlativen nicht zu geizen. Den Medien zufolge kann man sicher sein, dass jeder neue Trend im Fitnessbereich garantiert viel effektiver ist als alles bisher Dagewesene und zudem nicht nur entweder Ausdauer oder Muskelaufbau unterstützt, sondern selbstverständlich beides und zudem noch sämtliche Muskelgruppen des Körpers gleichzeitig trainiert.

Skepsis überwinden lohnt sich

Verständlich, dass erfahrene Sportler bei so vielen Versprechungen zunächst skeptisch sind und die Trendsportarten als Marketinginstrument der Fitnessindustrie abtun. Doch wird damit nicht wenigen sportlichen Innovationen Unrecht getan, denn sie eignen sich hervorragend dazu, dem eigenen Training neue Impulse zu geben und dessen Wirksamkeit zu unterstützen oder sogar zu verbessern. Schließlich droht jede Trainingssequenz irgendwann einmal eintönig zu werden – und Abwechslung im Training ist wichtig für den langfristigen Erfolg. Der Körper gewöhnt sich an die Übungen und die damit einhergehenden Belastungen, doch wenn auch nur kleine Änderungen vorgenommen werden, geht damit eine vollkommen andere Belastung einher, die nicht selten mit einem beachtlichen Leistungsschub belohnt wird. Aus diesem Grund und nicht zuletzt auch der geistigen Beweglichkeit zuliebe, die durch veränderte Abläufe immer wieder aufs Neue angeregt wird, kann es sich durchaus lohnen, sich einige der folgenden Trends einmal genauer anzusehen.

  • Schnelle, anstrengende Workouts (HIIT): Zeit wird im heutigen Arbeitsalltag immer knapper – eine Entwicklung, die sich auch im Fitnessbereich niederschlägt und den Trend zum Hochintensiven Intervall-Training (HIIT) mit sich bringt. Hier werden in kürzester Zeit und mit maximaler Belastung verschiedene Übungen an unterschiedlichen Geräten durchgeführt. Im Ablauf ähnelt es dem guten, alten Zirkeltraining, allerdings ohne die Entspannungsphasen zwischen den Übungen, die beim HIIT lediglich aus kürzesten Ruhepausen bestehen. Eine Übungseinheit dauert auf diese Weise nur 20 bis 30 Minuten, in denen man sich jedoch völlig verausgaben und somit ein effektives Training absolvieren kann.
  • Ganzheitliches Training (Functional Fitness>): Das bloße Trainieren mit Gewichten, das einzelne Muskelgruppen wachsen lässt, gehört längst der Vergangenheit an. Die Belastung ist zu einseitig, um die Körperfitness insgesamt zu erhöhen und auch alltäglichen Problemen wie Haltungsschäden oder Verspannungsschmerzen entgegen zu wirken. Wesentlich besser eignen sich die unter dem Begriff Functional Training bzw. Sling-Training zusammengefassten Sportrichtungen. Bei diesen werden Hände und Füße in ein unelastisches Gurtsystem eingehängt oder auf einem weichen Gymnastikball abgelegt, und auf diese Weise das Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht ermöglicht. Die Tatsache, dass weder Ball noch Gurte stabile Geräte sind, sondern die Bewegung des Körpers in alle Richtungen ermöglichen, fördert zusätzlich die Balance und das besonders für die Körperhaltung so wichtige Core-Training, der tiefen Stützmuskulatur in der Körpermitte.
  • Elektrische Muskelstimulation (EMS): Die Besonderheit dieser Trainingsform besteht weniger in den ausgeführten Übungen als im Übungsverfahren. Dabei werden nämlich bestimmte Muskelgruppen gezielt mit Reizstrom angesteuert, wodurch die Anstrengung und damit auch der Trainingserfolg stark erhöht werden kann. Wer mehr über EMS und was es zu leisten vermag erfahren will, kann sich in diesem ausführlichen Artikel auf fitness.de informieren. Fakt ist jedoch, dass EMS Sport in keiner Weise ersetzen, sondern lediglich als zusätzliches, verstärkendes Mittel genutzt werden kann.
  • Kombi-Workouts: Über die wohltuende Wirkung von Yoga und Pilates auf Körper und Seele und die positive Wechselwirkung zwischen Dehnübungen und Ausdauersport wurde schon viel geschrieben. Jetzt werden die Grenzen zwischen beidem aufgehoben und mit Kombi-Workouts wie Yogilates (Meditation und Gymnastik), Pilardio (Pilates und Herz-Kreislauf-Training) oder Piloxing (Pilates und Boxelemente) Trainingskonzepte erschaffen, die sowohl mit meditativen Elementen der Entspannung als auch mit körperlicher Anstrengung der Fitness dienen.
Flickr Aviva Sinay Keith Allison CC BY Bestimmte Rechte vorbehalten

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