Tennis ist ein beliebter Allround-Sport, der sich für nahezu jedes Alter noch eignen kann. Tennis erfordert ganz unterschiedliche Fähigkeiten und bei regelmäßigem Spielen trainiert dieser Sport sowohl die Kondition, als auch die Körperbeherrschung und das taktische Denken. Ob für ehrgeizige Wettkämpfer, sportliche Teamplayer, Fitness-Freunde oder einfach zur Entspannung: Tennis ist ein Sport, der für jeden seine ganz eigenen Reize bereit hält.

Wenn es jedoch um die Ausrüstung für den beliebten Ballsport geht, kann es gerade für Anfänger und Einsteiger schwierig werden. Meist hat der Tennissport-Neuling nur wenig Ahnung davon, worauf beim Kauf eines Schlägers geachtet werden sollte. Viele verlassen sich daher voll und ganz auf den Verkäufer im Sportfachgeschäft oder greifen auf irgendwelche Sonderangebote in Supermärkten und Spielwarenläden zurück.

Was macht einen guten Tennisschläger aus?

Ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des richtigen Tennisschlägers ist zunächst das Gewicht. Gerade bei Anfängern ist die Unterarmmuskulatur, die beim Tennisspielen am meisten beansprucht wird, meist kaum oder nur durchschnittlich ausgeprägt. Ein schwerer Schläger kann da die Lust am Tennis schon nach dem ersten richtigen Spiel wieder drücken, da Muskelkater vorprogrammiert ist.
Einsteiger sollten daher zunächst auf einen relativ leichten Schläger zurückgreifen und ganz besonders für Kinder und Jugendliche, bei denen der Spaß noch mehr im Vordergrund steht, sind schwere Modelle eher ungeeignet.

Außerdem spielt neben dem Spieltyp auch der eigene Schwungstil eine nicht unerhebliche Rolle. Ein kurzer Schwungstil, also kleine Ausholbewegungen bei denen wenig Kraft in den Schlag gelegt wird, erfordert einen leichten Schläger mit einem verhältnismäßig starken Rahmen. Die dazugehörige Typenbezeichnung lautet K. Unter Typ M versteht man eine mittlere Ausholbewegung mit ebenfalls mittlerem Kraftniveau. Der Rahmen ist hierbei weniger stark. Typ M eignet sich eher für Fortgeschrittene Spieler. Sportliche Profis wählen dagegen eher den Typ L. Dabei ist die Schlagfläche eher klein, der Spieler nutzt dafür eine lange Ausholbewegung.

Gewichtsverteilung

Ebenso wichtig, wie das Gesamtgewicht, ist die Verteilung des Gewichtes über den Tennisschläger. Man unterscheidet hier, ähnlich wie beispielsweise bei Badmintonschlägern, zwischen kopflastigen, grifflastigen und ausbalancierten Schlägern mit einer Neutralverteilung des Gewichtes. Ausgewogene Schläger eignen sich für Anfänger am besten. Im Profibereich nimmt vor allem auch die eigene Spielweise Einfluss auf die Wahl des Schlägers. Kopflastige Schläger eignen sich für offensive Spieltypen, grifflastige dagegen für eine eher defensive Spielweise.

Griffstärke

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Griffstärke des Schlägers. Die passende Griffstärke ist abhängig von der Größe der eigenen Schlaghand. Der Schläger sollte komfortabel zu händeln sein und der Griff auf Dauer nicht zu sehr auf der Haut scheuern. Die Hand muss den Griff komplett umfassen können, damit der Schläger darin stabil gehalten werden kann und der Spieler somit genügend Kontrolle über den Schläger gewinnt.

Bespannung und Besaitung

Der Härtegrad der Bespannung ist ebenfalls bei der Wahl eines Tennisschlägers zu berücksichtigen. Eine weichere Bespannung lässt meist mehr Kontrolle über den Schlag zu. Mit einer härteren Bespannungen dagegen, kann auch mehr Kraft in den Schlag gelegt werden.
Beim Material ist die Wahl zwischen Naturdarm- oder Kunststoffsaiten oftmals eine reine Glaubensfrage. Wenn auf sehr hohem Niveau gespielt wird, ist Naturdarm zwar empfehlenswerter, da er bessere Eigenschaften im Bezug auf die Ausdehnung besitzt, für Nicht-Profis ist dieses Material jedoch nur wenig relevant und vor allem teuer.

Schlägerkopfgröße

Als letzter wichtiger Aspekt sollte an dieser Stelle noch die Größe des Schlägerkopfes genannt werden. Je größer die Fläche des Schlägers, desto einfacher ist der Ball zu treffen und desto sicherer wird das Spiel. Profispieler bevorzugen jedoch oft eher eine kleinere Schlagfläche, da sie so mehr Druck auf den Ball ausüben können. Für Anfänger kann die Fläche des Schlägers oft jedoch gar nicht groß genug sein.

Produktvergleich - Die besten Tennisschläger in der Übersicht

Bei so vielen Faktoren, die in die Wahl des passenden Schlägers mit einspielen, kann die Kaufentscheidung dennoch schwer fallen. Zumal Sportgeschäfte und selbst Supermärkte mit einer Vielzahl verschiedenster Modelle in allen Preisklassen, vom High-Tech-Schläger bis zum Noname-Produkt, aufwarten. Die folgende Übersicht soll fünf Schlägermodelle vorstellen, die sich im Tennissport bereits mehrfach bewährt haben und dem Käufer ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten:

Wilson Hammer 6

Wilson zählt zu den Top-Marken im Tennissport. Der Wilson Hammer 6 ist für Spieler mit mittellangem Schwungstil konzipiert und gilt als Allround-Schläger, der mit seinen 260g relativ leicht ausfällt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei diesem Modell besonders gut. Generell bewegt sich der Schläger im mittleren bis hohen Preisbereich. Der UVP liegt ursprünglich bei rund 160 Euro. Bei Amazon ist der Schläger jedoch für deutlich weniger zu haben.

Urteil:
  • außergewöhnlich gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • leicht und gut manövrierbar
  • komfortabel, liegt gut in der Hand
  • empfohlen für einen mittellangen Schwungstil
  • Gewicht: 260g (unbesaitet)
  • auch für Anfänger geeignet
  • Preis: ab 50 € (letzte Aktualisierung: 19.10.2017 07:15 Uhr)

Wilson Blade Comp

Ebenfalls von der Top-Marke Wilson, ist der Blade Comp zwar günstiger als der Hammer 6, das Gewicht ist jedoch mit 305g auch wesentlich höher. Trotz allem ist dieses Modell gut spielbar und wird als solider Freizeitschläger geschätzt. Wie der Wilson Hammer 6 eignet sich auch der Blade Comp von Wilson für einen mittellangen Schwungstil.

Urteil:
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Griff mit Schweiß-Absorption
  • solide Bauweise
  • liegt gut in der Hand
  • Gewicht: 305g
  • Preis: ab 27 € (letzte Aktualisierung: 19.12.2016 13:28 Uhr)

Head YouTek IG Speed Revolt

Der IG Speed Revolt verzeiht kleinere Fehler und glänzt durch eine gute Manövrierbarkeit. Verarbeitet wurde der Schläger mit D3OTM, welches laut Hersteller ein intelligentes Material ist, dass sich individuell den Schlägen anpassen kann.

Urteil:
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • flexibler Schläger, fehlerverzeihend
  • Vibrationsdämpfung
  • Gewicht: 270g
  • Preis: ab 58 € (letzte Aktualisierung: 26.10.2016 01:06 Uhr)

Dunlop Aerogel 4D 300 Lite

Ein grifflastiges Modell, das vor allem für Turnierspieler entwickelt wurde und sich sowohl für Fortgeschrittene, als auch für Profis noch gut einsetzen lässt. Die Besonderheit bei diesem Schläger ist die AeroGel-Technologie, die dem Spieler mehr Power und Stabilität ermöglicht.

Urteil:
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • stabile Bauweise und hochwertige Verarbeitung
  • grifflastiger Turnierschläger
  • AeroGel-Technologie reduziert Inflexibilität des Schlägers
  • Gewicht: 280g
  • Preis: ab 110 € (letzte Aktualisierung: 16.03.2016 18:44 Uhr)

Babolat E-Sense Open

Der Babolat E-Sense Open eignet sich vor allem für Spieler mit langem bis mittellangem Schwungstil. Mit 270g Gewicht ist der Schläger relativ leicht und kann auch von Anfängern gehändelt werden. Ansonsten eignet sich dieses Modell ebenso für Freizeit- und Clubspieler sowie für lokale Turniere.

Urteil:
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • bietet einen optimalen Kompromiss zwischen Power und Kontrolle
  • gute Kommunikation zwischen Rahmen und Bespannung
  • Gewicht: 270g (unbesaitet)
  • Preis: ab 60 € (letzte Aktualisierung: 04.11.2014 18:56 Uhr)

Quellennachweis: Foto von sflovestory / flickr