Jeder weiß, wie anstrengend Treppensteigen sein kann. Wer besonderen Wert auf das Training der Bein- und Pomuskulatur legt, kann die Bewegungen, die beim Treppensteigen ausgeführt werden, jedoch effektiv zum Muskelaufbau und der Straffung des Gewebes nutzen. Statt jedoch Ausschau nach einer entsprechend langen Treppe zu halten, lassen sich die Bewegungen beim Treppensteigen ganz einfach mit einem so genannten Stepper imitieren. Hierbei kann nicht nur bequem in den eigenen vier Wänden, sondern auch wesentlich gelenkschonender trainiert werden.

Stepper haben in den letzten Jahren im Allgemeinen etwas an Popularität eingebüßt, da es heutzutage immer mehr Fitnessgeräte gibt, die gleich mehrere Muskelgruppen auf einmal trainieren. Da diese jedoch zumeist auch sehr viel Platz benötigen, ist ein Stepper vor allem eine platzsparende Alternative. Das Training konzentriert sich insbesondere auf die unteren Muskelgruppen.

Beim Training mit dem Stepper werden nicht nur die Muskeln trainiert, gleichzeitig wird auch die Fettverbrennung angekurbelt. Die Bewegungen sind relativ einfach ausführbar, das Training ist ausgeglichen. Daher eignet sich diese Art des Trainings besonders auch für Einsteiger oder Sportanfänger mit einem eher moderaten Fitnesslevel.

Verschiedene Arten von Steppern

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Arten von Steppern:

  • Mini-Stepper
  • Twist- und Swing- Stepper
  • Balance- und Side-Stepper

Die Bewegungen wirken auf den ersten Blick bei allen Steppern gleich, da sie das Treppensteigen imitieren. Der genaue Bewegungsablauf ist jedoch von einer Stepper-Art zur anderen immer etwas unterschiedlich.

Mini-Stepper

Am weitesten verbreitet ist der so genannte Mini-Stepper. Er besitzt in der Regel zwei Trittflächen und ein bis zwei Hydraulikzylinder als Widerstand. Der große Vorteil des Mini-Steppers ist seine kompakte Form, so dass sich das Gerät einfach verstauen lässt und kaum Platz einnimmt. Mini-Stepper sind daher besonders in kleinen Wohnungen zu empfehlen.

Side-Stepper

Side-Stepper sind von allen Stepper-Arten die anspruchsvollsten aber auch die effektivsten. Durch leichte Seitwärts-Bewegungen werden zusätzliche Muskelgruppen in das Training mit einbezogen. Außerdem ist der Kalorienverbrauch im Vergleich zum Mini-Stepper deutlich höher.

Swing- und Twist-Stepper

Diese Stepper-Arten sind den Side-Steppern sehr ähnlich. Sie regen beim Training verstärkt die Rückenmuskulatur sowie die Außenseite der Oberschenkel an.

Abnehmen mit dem Stepper

Generell ist der Kalorienverbrauch beim Stepper eher gering, da nur wenige Muskelgruppen beteiligt sind. Wer einen Stepper vor allem zum Abnehmen nutzen möchte, sollte sich am ehesten für einen Side-Stepper entscheiden. Hier ist der Kalorienverbrauch von allen Stepper-Arten am höchsten. Im Gegensatz zu vielen anderen Fitnessgeräten, liegt der große Vorteil von Steppern jedoch darin, dass sie sowohl besonders günstig, als auch sehr platzsparend sind. Besonders Frauen bevorzugen einen Stepper auch aus dem einfachen Grund, dass sich dieses Fitnessgerät auf die „Problemzonen“, Beine und Po, konzentriert. Für den Muskelaufbau in diesen Bereichen sind Stepper bestens geeignet. Zudem gelten Stepper im Allgemeinen als recht langlebig, mit meist sehr langen Garantiezeiten.

Kaufberatung – Worauf sollte man achten?

Günstige Stepper gibt es bereits ab rund 40 Euro. Im Vergleich dazu, muss der ambitionierte Sportler, beispielsweise für einen Crosstrainer schon mindestes 150-200 Euro auf den Tisch legen.

In erster Linie sollte beim Kauf eines Steppers natürlich auf die Verarbeitung sowie die Qualität der Materialien geachtet werden. Ansonsten empfiehlt es sich bei Steppern tatsächlich, die Geräte einmal auszuprobieren. Insgesamt sollte der Bewegungsablauf sich „rund“ und „reibungslos“ anfühlen. Die so genannte Schwungmasse wird in diesem Zusammenhang, vor allem von den Händlern, oft überbewertet. Ist das Gesamtsystem gut abgestimmt, reichen 10 Kilo Schwungmasse bei einem Stepper meist vollkommen aus. Weiterhin spielt das Display und die Messart der erbrachten Leistungen auf dem Stepper eine wichtige Rolle. Das Display sollte übersichtlich und auch während des Trainings gut zu überschauen sein.

Die folgende Übersicht, soll Interessierte bei der Wahl eines geeigneten Gerätes unterstützen und einige, bewährte Produkte vorstellen:

Die Top 5 Stepper

1. Ultrasport Swing Stepper

Der Ultrasport Swing Stepper ist aus einem robusten Metallrahmen samt geräuscharmer Dämpfer. Das Gerät ist hochwertig, solide verarbeitet und wird zudem mit zwei Expander-Bändern geliefert, mit dem sich zusätzlich der Arm- und Brustbereich trainieren lässt. Insgesamt bietet dieses Modell ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Manko ist jedoch, dass die Hydraulik bei längerem Training erhitzt und der Tretwiderstand dadurch etwas nachlässt.

Urteil:
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • keine Montage
  • stabile Bauweise
  • Belastbarkeit: max. 100 Kilogramm
  • verstellbarer Widerstand
  • inklusive Trainingsbänder für Arm- und Brusttraining
  • Bedienungsanleitung schwer verständlich
  • Hydraulik erhitzt nach einer Weile, Tretwiderstand lässt nach
  • Preis: ab 44 € (letzte Aktualisierung: 20.08.2019 14:59 Uhr)

2. Ultrasport Up-Down-Stepper

Auch dieses Modell überzeugt durch eine stabile Stahlkonstruktion, ist jedoch etwas weniger trainingsintensiv, als der Swing Stepper. Der Trainingscomputer funktioniert ohne lästige Kabel und hält während des Trainings alle wichtigen Daten parat. Leider kann es auch bei diesem Modell bei intensiver Nutzung zu Überhitzung kommen. Käufer lobten jedoch, dass dieses Gerät beim Training sehr geräuscharm ist.

Urteil:
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • stabile Bauweise
  • sehr leise
  • Belastbarkeit: max. 100 Kilogramm
  • verstellbarer Widerstand
  • kabelloser Trainingscomputer
  • Hydraulik erhitzt nach einer Weile, Tretwiderstand lässt nach
  • Preis: ab 47 € (letzte Aktualisierung: 20.08.2019 14:59 Uhr)

3. AsVIVA Power Stepper

Dieses Modell verfügt, im Gegensatz zu den anderen, hier vorgestellten Geräten, zusätzlich über Haltegriffe, die maximale Sicherheit und Trainingskomfort bieten. Leider nimmt das Gerät dadurch auch wesentlich mehr Platz in Anspruch. Immer wieder gelobt, wird die einfache und intuitive Bedienung des Trainingscomputers. Der AsViva Power Stepper ist ebenfalls im oberen Preisbereich angesiedelt.

Urteil:
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • stabile Bauweise
  • hochwertige Verarbeitung
  • einfache und intuitive Bedienbarkeit des Computers
  • Belastbarkeit: max. 100 Kilogramm
  • maximale Sicherheit durch Handgriffe
  • hoher Trainingskomfort
  • vergleichsweise hoher Platzbedarf
  • Preis: ab 186 € (letzte Aktualisierung: 21.01.2019 08:54 Uhr)

4. Kettler Stepper Vario

Ein weiteres Kettler-Modell, welches durch Top-Qualität und hohen Trainingskomfort überzeugt. Das Gerät liegt im oberen Preissegment, die Investition wird jedoch durch die hochwertige Verarbeitung und die Langlebigkeit dieses Modells gerechtfertigt. Zusätzlich werden zwei Zugseile zum Training von Arm- und Brustbereich sowie der Rückenmuskulatur mitgeliefert. Leider liegt auch hier die maximale Belastungsgrenze bei nur 80 Kilogramm. Im Vergleich zu anderen Produkten, zeigt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis eher moderat.

Urteil:
  • moderates Preis-Leistungs-Verhältnis
  • stabile Bauweise
  • hochwertige Verarbeitung
  • sehr leise
  • verstellbarer Widerstand
  • inklusive Zugbänder für das Training von Armen, Brust und Rücken
  • Belastbarkeit: max. 80 Kilogramm
  • Preis: ab 219 € (letzte Aktualisierung: 04.10.2016 13:38 Uhr)

5. Kettler Side-Stepper

Kettler gehört zu den Marktführern und überzeugt im Allgemeinen durch eine hohe Qualität seiner Geräte. Der Kettler Side-Stepper ist stabil und langlebig, bietet dabei jedoch gleichzeitig einen hohen Trainingskomfort. Die Belastbarkeit ist bei diesem Produkt jedoch leider auf nur 80 Kilogramm Benutzergewicht beschränkt.

Urteil:
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • stabile Bauweise
  • hochwertige Verarbeitung
  • sehr leise
  • verstellbarer Widerstand
  • Belastbarkeit: max. 100 Kilogramm
  • Preis: ab 99 € (letzte Aktualisierung: 05.01.2016 15:38 Uhr)

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