Das eigene Körperfett ist für viele ein grauen und der erste Motivationsfaktor ins Fitnessstudio zu gehen. Jeder hat das Ziel seinen eigenen Körperfettanteil zu verringern. Das geht vor allem gut durch kontinuierlichen Sport, richtiger Ernährung und Kontrolle. Doch wie kann Körperfett eigentlich gemessen werden? Und wie kann ich das selber messen, um meine eigenen sportlichen Erfolge zu kontrollieren? In Fitnessstudios aber auch bei Ärzten gibt es unter anderem Körperfettwaagen. Die Idee und die Waagen möchten wir nachfolgend erklären und vergleichen.

Der Körperfettanteil, den man mit Waagen messen kann, ist der Anteil des Körpers, der aus Fett besteht. So weit so klar. Viele suchen nun nach dem optimalen Wert. Viele Zahlen kursieren hier herum - also Vorsicht. Fakt ist, dass der gesunde oder optimale Körperfettanteil bei jedem Individuum unterschiedlich ist und von der Körpergröße sowie Körpergewicht abhängt. Ferner spielt die eigene Körperfitness eine Rolle, denn durch die Körperkonstitution ist abhängig, wie ich Fett verbrenne. Hier besteht auch die Verbindung mit dem Part der Ernährung, denn ohne gesunde Ernährung (kalorienarm, fettarm) werde ich den Körperfettanteil des Körpers nicht reduzieren können. Dennoch kann man sich daran orientieren, dass man mit einem eigenen Körperfettanteil zwischen 10% und 25% auf dem richtigen Weg ist. Das Geschlecht spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Was hier noch einmal erwähnt sein sollte ist, dass Fett durchaus eine wichtige Funktion für den Körper wahrnimmt, wie bspw. Entlastungs- und Wärmefunktionen (Isolierfett). Zuviel Fettablagerungen (Depotfett) sind allerdings auf Dauer lebensgefährlich.

Messmethoden im Vergleich

Nachfolgend stellen wir ganz kurz die Methoden dar, mit welchen Körperfett gemessen werden kann. Da wäre zum einen der Caliper. Diese Zange dient dazu Fettpolster an der Seite oder im Brustkorbbereich in die Zange zu nehmen. Mit Hilfe von Tabellen, die bei der Zange beigelegt sind, werden die Fettanteile abgelesen. Die Fettmesszange ist kalt und unangenehm, teilweise auch schmerzhaft, wenn man an einen schlechten Messassistenten gerät. Genau, selber messen ist durchaus kompliziert und unangenehm. Eine weniger schmerzhafte Methodik ist die Messung per Messband. Durch eine Formelausrechnung kann man hier den Körperfettanteil ablesen. Diese Methode ist eher ungenau, denn zum selber Messen ist die Methode eher unhandlich und die unterschiedliche Verteilung der Fettpolster führt zu großen Streuungen.

Hier werden schon die klaren Vorteile der Körperfettwaage deutlich. Die Messung tut nicht weh und ist ebenfalls nicht unangenehm sowie sehr einfach. Mithilfe dieser Waagen ist es möglich, den Wasserhaushalt des Körpers zu messen. Die Waage funktioniert elektronisch. Durch die Elektroden der Waage werden sehr schwache Stromwellen ausgesendet, die durch den Körper wandern und wieder zurück zur Waage gesendet werden (bsow. vom rechten zum linken Fußteil). Die Dauer, bis das Signal zurückkommt, also der Widerstand ermöglicht den Fettanteil des Körpers zu messen. Hier spricht man auch von der Impendanzanalyse. Es gibt dabei Waagen die Elektroden im Fußbereich der Waage haben. Bei dieser Variante wird oft moniert, dass diese die Stromsignale nicht durch den gesamten (Ober)Körper senden und dadurch ungenau sind. Weil hauptsächlich der Wasserhaushalt im unteren Körperbereich gemssen wird. Strom sucht sich den widerstandsärmsten Weg und die Signalkraft der Waagen ist eben nicht sehr hoch. Deshalb wird empfohlen Waagen zu verwenden, wo die Elektroden an den Händen befestigen werden und der gesamte Körper bei der Messung abgedeckt wird. Die Genauigkeit steigt.

Dadurch, dass die Waagen den Wasserhaushalt des Körpers messen und damit die Durchleitungsgeschwindigkeit des „Stroms“, ist der Faktor Wasserhaushalt sehr wichtig. Problem: Dieser schwankt tagtäglich. Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist es sehr wichtig die Messung unter immer gleichen Bedingungen durchzuführen. Deswegen ist hier der Rat die Messung nach dem Aufstehen und nach dem ersten Toilettengang durchzuführen. Denn wir wissen ja jetzt, der Wasserhaushalt sollte relativ gleich sein. Zu dieser Tageszeit kann man daovn ausgehen. Dann wird auch die Messgenauigkeit erhöht. Der klare Vorteil der Waagen liegt in der einfachen Bedienung, gute Orientierungswerte der eigenen Körperkonstitution und der Möglichkeit ohne Assistenz aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Mittlerweile gibt es gute Waagen die gute Messergebnisse wiedergeben. Wir wollen nachfolgend die beliebtesten Waagen vorstellen und vergleichen.

Tanita bc-1000

Die Tanita bc-1000 ist eine Impdenanzanalysewaage, welche sehr gute Messergebnisse liefert. Durch die Messung des Wasserwiderstands ist es jedoch erforderlich die oben genannten Bedingungen einzuhalten, wie bspw. die Messung bei gleicher Wasserzufuhr, Uhrzeit und Trainingsabstand. Dies ist jedoch generell bei jeder Waage der Fall. Die Waage ist im Bereich der Genauigkeit der Messergebnisse ein absoluter Star. Diese Waage ist zudem für fortgeschrittene Sportler äußerst interessant, denn Sie bietet Schnittstellen zu anderen Analysetools. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Sportuhrenhersteller Garmin ist es möglich, die Daten an die Uhr oder am Computer zu senden und auszuwerten. Die Waage ermöglicht nicht nur die Messung des Körperfetts, sondern auch den Wasseranteil und Gewicht. Zudem kann man das Stoffwechselalter, die Muskelmasse und den Fettanteil der Organe bestimmen. Einzig eine Schnittstelle über Bluetooth ist nicht vorhanden. Durch diese Analyseoptionen kann man längere Betrachtungen ermöglichen und exakte Trainingserfolge eruieren. Zudem ist die Waage ein wirklicher Hingucker im Bad.

Urteil:
  • Genauigkeit der Messergebnisse
  • Design
  • Analyse durch Analysegeräte
  • Kein Bluetooth
  • Preis: ab 165 € (letzte Aktualisierung: 20.10.2019 07:54 Uhr)

Tanita bc-601

Diese Tanitawaage bietet die Option bestimmte Daten in die Waage einzugeben, um somit weitere Analysen und vor allem genauere Messergebnisse zu messen. Unter anderem kann das Alter eingegeben werden. Neben dem Körperfettanteil kann die Waage zusätzlich den Fettanteil der inneren Organe messen sowie das Gewicht, Muskelmasse oder das Stoffwechselalter wiedergeben. Die Tanita bc-601 misst die Daten durch Impendanzanalyse, wie alle hier vorgestellten Waagen. Die Waage misst mit acht Elektroden an den Händen und nicht an den Fußteilen und erhöht so die Messgenauigkeit. Mit der Waage erhält man gute Ergebnisse, wenn man Standardabweichungen und die oben genannten Messbedingungen (gleiche zeit, gleicher Wasserhaushalt) berücksichtigt. Interessant ist bei diesem Modell, dass eine SD Karte mit 64 MB im Paket enthalten ist. Sie kann Daten speichern und den Datenimport auf dem Comuter ermöglichen. Die Bedienungsanleitung der Waage ist ebenfalls auf der Karte.

Kritisiert wird oft bei dieser Waage, dass die Bedienung nicht immer intuitiv und trivial ist, sowie die Bedienungselemente, wie Tasten oder Displays einen etwas preiswerteren Eindruck machen. Alles im Allen ist man mit der Tanita bc-601 aber bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Urteil:
  • Genauigkeit der Messwerte
  • SD-Karte (64 MB)
  • Analysesoftware
  • 3 Jahre Garantie
  • Datenspeicherung für 4 Personen
  • Bedienung
  • Preis: ab 186 € (letzte Aktualisierung: 20.10.2019 07:54 Uhr)

Omron BF 511

Die Omron besticht durch ihren Preis, mit dem die Waage eindeutig punkten kann. Die Bedienbarkeit der Waage ist gut, die Daten lassen sich gut ablesen. Ferner ist die Messungskonzeption interessant. Die Waage misst sowohl an den Händen als auch an den Füßen, wo elektroden den Stromdurchfluss steuern. Neben den Körperfettanteil misst die Waage, das Organfett (interessant für übergewichtige Personen), den täglichen Kalorienverbrauch, den BMI aber auch das Körpergewicht. Was die Waage leider nicht messen kann, ist der Körperwasseranteil. Dieser ist aber gerade für Profisportler interessant. Mithilfe einer Skala, welche Alter, Größe und Gewicht vergleicht, können die jeweiligen Ergebnisse abgelesen werden.

Unter den Bedingungen die bei einer Bio-Impendanz-Analsyse nötig sind, ergeben die Messwerte eine gute Orientierung. Gerade für Einsteiger in das Thema oder Hobbysportler ist die Waage absolut ausreichend. Auch vor dem Hintergrund des Preises. Für Profisportler sind eher andere wage geeigneter.

Urteil:
  • Preis
  • Messung an Händen sowie an den Fußteilen
  • Bedienung
  • Keine Messung des Wasseranteils des Körpers
  • Kalibirerung
  • Kleinere Streuung bei Messdaten möglich
  • Preis: ab 64 € (letzte Aktualisierung: 20.10.2019 07:54 Uhr)

Soehnle 63161 Körperanalysewaage Body Balance Shape F4

Diese Waage besticht durch ihren Preis. Die Bio-Impendanz-Waage ermöglicht die Messung des Körperfettanteils, des Wasseranteils, die Muskelmasse und das Gewicht. Kein BMI. Positiv ist die Messgenauigkeit bei dem Körpergewicht, welche ziemlich genau sind. Bei der Mssung der Muskelmasse oder des Fettanteils können des Öfteren Abweichungen zwischen 1-3 % auftauchen. Wichtig sei hier noch mal der Hinweis, dass man immer unter gleichen Bedingungen (Wasserzufuhr, Morgens nach dem Aufstehen) messen muss. So können größere Streuungen bei den Messergebnissen vermieden werden. Die Waage ermöglicht die Speicherung von 8 Personen, was viel ist und damit positiv zu bewerten ist. Weiterhin wird von vielen Kunden die Bedienung gelobt, was einfache und schnelle Einstellung ermöglicht. Aufpassen: Die Werte werden etwas zu kurz angezeigt. Kleinere Abzüge gibt es bei der Verarbeitung die öfters kritisiert wird. Fazit: Für eine normale Benutzung bzw. für Hobbysportler ist die Waage grundsätzlich geeignet, viele Personen sind mit den Ergebnissen zufrieden. für Profis sind aber eher die Tanita-Waagen geeignet.

Urteil:
  • Preis
  • Bedienung
  • Viele Messwerte
  • Datenspeicherung von 8 Personen
  • Genauigkeit der Messergebnisse
  • Verarbeitung
  • Kurze Anzeige der Messwerte
  • Preis: ab 36 € (letzte Aktualisierung: 20.06.2018 11:56 Uhr)