Eine gute Fahrradbeleuchtung dient nicht nur der Sicherheit des Radsportlers, sondern auch der aller anderen Verkehrsteilnehmer. Denn es ist nicht nur wichtig, dass der Radfahrer den vor sich liegenden Weg zu genüge ausleuchtet, um nicht auf plötzliche Hindernisse zu stoßen, auch muss der Radfahrer selbst von Autos und Fußgängern frühzeitig in der Dunkelheit erkannt werden.

Besonders für Radfahrer, die viel in der Dämmerung oder der Dunkelheit unterwegs sind, ist eine ausreichend helle und zuverlässige Beleuchtung wichtig. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn bevorzugt unwegsame Strecken, wie beispielsweise Waldstrecken, befahren werden. Normale „Billigbeleuchtungen“ sind da oftmals nicht ausreichend. Dabei sollte das Augenmerk nicht ausschließlich nur auf dem Frontstrahler liegen, auch wenn dieser natürlich für die Fahrt bei Dunkelheit am wichtigsten ist. Auch das Rücklicht muss ausreichend hell und gut sichtbar sein, um Unfälle und unnötige Risiken zu vermeiden. Beim Kauf eines Fahrrads oder einer neuen Beleuchtung, bleibt jedoch gerade dieses gern unbeachtet.

Was macht eine gute Fahrradbeleuchtung aus?

Das A und O beim Kauf einer Fahrradbeleuchtung ist natürlich in erster Linie einmal die Helligkeit des Frontscheinwerfers. Diese wird zumeist in Lux oder Lumen angegeben. Nach Straßen-Verkehrs-Zulassungsordnung ist eine Beleuchtungsstärke von mindestens 10 Lux im Abstand von 10 Metern vorgegeben. Sieht man einmal von den Billigangeboten aus Discountern ab, bringen die meisten gängigen LED-Scheinwerfer eine Leuchtkraft von 20 bis 60 Lux, manche sogar mehr als 60 Lux, auf. Je nach Leuchtkraft gibt es jedoch auch preisliche Unterschiede.

Nicht alle Scheinwerfer sind gleich hell

Der Lux Wert allein reicht jedoch nicht aus, um die Helligkeit einer Fahrradbeleuchtung festzumachen. Die tatsächliche Helligkeit hängt nämlich auch noch von anderen Faktoren, wie beispielsweise der Lichtverteilung und der Fläche, die beleuchtet wird, ab. Ein 40 Lux Scheinwerfer muss also nicht zwangsläufig besser oder heller sein, als eine 50 Lux Beleuchtung.

Helligkeitsverteilung

Wie bereits erwähnt, spielt nicht nur die reine Leuchtkraft eine Rolle, sondern auch die Verteilung der Helligkeit. Eine gute Nahfeldausleuchtung ist hierbei ebenso wichtig, wie die Ausleuchtung in der Ferne. Eine zu starke Fernbeleuchtung ist ebenfalls unvorteilhaft, da entgegen kommender Verkehr hierdurch geblendet werden kann. Ein hoher Lux Wert bringt also nichts, wenn die Fahrradbeleuchtung eine technisch schlecht konzipierte Lichtverteilung hat. Die Breite des Lichtkegels ist hierbei der wichtigste Faktor, die Wahl hängt vom Einsatzzweck ab: Im Mountainbike Bereich sollten generell etwas breitere Lichtkegel gewählt werden, um auch unübersichtliches Gelände gut überblicken zu können und Hindernisse auch bei schlechten Lichtverhältnissen frühzeitig erkennen zu können. Da Mountainbiker meist auf Strecken mit wenig Kraftfahrzeug- und Fußgängerverkehr unterwegs sind, darf der Scheinwerfer hier auch in der Ferne etwas stärker leuchten.

Fahrradbeleuchtung mit Standlicht

Standlichter bieten eine höhere Sicherheit, da man auch im Stand von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Bei Fahrten außerhalb der Stadt, dort wo es keine Laternen gibt, hat ein Standlicht ebenfalls große Vorteile. Batteriebetriebene Beleuchtungen strahlen sowieso im Stand, mittlerweile gibt es jedoch auch einige Fahrradleuchten mit Dynamobetrieb, die im Stand leuchten können.

Verarbeitung und Halterung

Gerade bei Fahrten über holperige Strecken ist eine solide Halterung und eine gute Verarbeitung wichtig, da das Gerät andernfalls schnell mal vom Lenker fällt. Das Gehäuse sollte stabil sein und auch kleineren Bodenwellen, schlimmstenfalls sogar gelegentlichen Stürzen standhalten können.

Dieser Artikel konzentriert sich im Folgenden vor allem auf batteriebetriebene Fahrradbeleuchtungen. Einige der besten Modelle sollen hier kurz in der Übersicht vorgestellt werden:

Sigma Lightster K-Set

Das Sigma Lightster K-Set besteht aus einem batteriebetriebenen 20 Lux Frontscheinwerfer, einem dazu gehörigen Rücklicht sowie einem beigelegten Ladegerät. Der Frontscheinwerfer hat eine Leuchtweite von rund 30 Metern, bei einer Brenndauer von circa 20 Stunden. Das Rücklicht ist mit 6 LEDs ausgestattet und soll bis zu 100 Meter sichtbar sein bei einer Brenndauer von etwa 60 Stunden. Käufer bewerteten vor allem die einfache Montage als sehr positiv.

Urteil:
  • Set: Frontscheinwerfer und Rücklicht
  • batteriebetrieben
  • inklusive Ladegerät und 2 Akkus
  • 20 Lux Leuchtkraft
  • Leuchtweite (Frontscheinwerfer): 30 Meter
  • Brenndauer: ca. 20 Stunden
  • einfache Montage und Handhabung
  • Preis: ab 30 € (letzte Aktualisierung: 21.08.2019 03:50 Uhr)

Trelock LS 950 ION

Dieses Modell gehört eher zum gehobeneren Preissegment und bietet einige Zusatzfunktionen. Mit 70 Lux besitzt das Gerät schon eine sehr ordentliche Leuchtkraft mit einer Leuchtweite von bis zu 90 Metern. Die Lichtintensität lässt sich dabei stufenweise einstellen, so dass zwischen 10 und 70 Lux geregelt werden kann. Dies ist vor allem auf der Straße wichtig, wo der Gegenverkehr durch eine zu Hohe Leuchtkraft geblendet werden kann. Eine weitere Besonderheit, ist das integrierte LCD-Display, welches die Lichtintensität, den Akku Ladestand und die ungefähre Leuchtdauer in Stunden und Minuten anzeigt.

Urteil:
  • batteriebetrieben
  • bis zu 70 Lux Leuchtkraft
  • Leuchtweite: 90 Meter
  • Sichtbarkeit: bis 1500 Meter
  • Brenndauer: 6 – 45 Stunden, je nach Helligkeitseinstellung
  • Lichtintensität stufenweise einstellbar
  • LCD-Display mit Leuchtdauer und Lichtintensität
  • inklusive USB-Ladekabel
  • Preis: ab 83 € (letzte Aktualisierung: 21.08.2019 03:50 Uhr)

Busch & Müller Ixon IQ

Das Busch & Müller Ixon IQ ist ein solides und zuverlässiges Modell im mittleren Preis- und Leistungsbereich. Mit 40 Lux hat das Gerät eine ausreichend starke Leuchtkraft, die sich notfalls außerdem auf 10 Lux herunter schalten lässt. Das Gerät ist batteriebetrieben, Akkus und Ladegerät sind außerdem im Lieferumfang enthalten.

Urteil:
  • batteriebetrieben
  • 40 Lux Leuchtkraft
  • Lichtintensität einstellbar (10 oder 40 Lux)
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • inklusive Ladegerät und Akkus
  • Brenndauer nur 5 Stunden (bei 40 Lux) bis maximal 20 Stunden (bei 10 Lux)
  • Preis: ab 53 € (letzte Aktualisierung: 21.08.2019 03:50 Uhr)

MacTronic BPM 170 Lumen

Dieses Modell bietet ein sehr beachtliches Preis-Leistungs-Verhältnis und ist mit vielen Zusatzfunktionen ausgestattet. Die LED-Leuchte hat eine Leuchtkraft von 170 Lumen, die Lichtintensität ist dabei prozentual einstellbar, so dass sie auf 100, 50 oder 10 % reguliert werden kann. Außerdem kann ein SOS oder Blinklicht aktiviert werden. Durch Drehen am Kopf der Leuchte kann der Lichtkegel zudem fokussiert werden.

Urteil:
  • batteriebetrieben
  • bis zu 170 Lumen Leuchtkraft
  • Leuchtweite: über 100 Meter
  • Lichtintensität prozentual einstellbar (100, 50 und 10 %)
  • SOS und Blinklicht
  • fokussierbarer Lichtkegel
  • inklusive Batterien
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • kein Ladegerät enthalten
  • Preis: ab 38 € (letzte Aktualisierung: 09.07.2018 13:40 Uhr)

Lezyne LED Super Drive XL

Das LED Super Drive XL Modell von Lezyne gehört ebenfalls eher zum gehobeneren Preissegment. Die Leuchtkraft beträgt maximal 500 Lumen, wobei mehrere Modi mit unterschiedlicher Lichtintensität und Brenndauer zur Verfügung stehen. Eine Akku Ladeanzeige ist ebenfalls integriert. Positiv bewertet wird vor allem, dass im Lieferumfang sowohl ein Ladegerät für die Akkus, als auch ein USB-Ladekabel enthalten sind. Auch die Akkus werden beigelegt. Das Gerät ist wasserdicht und flexibel in der Anbringung.

Urteil:
  • batteriebetrieben
  • bis zu 500 Lumen Leuchtkraft
  • Lichtintensität einstellbar (175 – 500 Lumen und Blinklicht)
  • inklusive Ladegerät, USB-Ladekabel und Akkus
  • wasserdicht
  • flexible und einfache Anbringung
  • Ladeanzeige
  • Preis: ab 76 € (letzte Aktualisierung: 02.03.2017 04:04 Uhr)

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Quellennachweis: Foto von Frederick Dennsted