geschrieben am 12.02.2010Hat Kreatin Nebenwirkungen, die ernsthaft gesundheitsgefährdend sind?
Die Antwort lautet klar: Jein. Besser kann man es nicht beantworten, denn wie mit jedem anderen Supplement oder mit Medizin, lautet auch bei Kreatin die Devise, dass man bei falscher Anwendung auch mit entsprechenden Nebenwirkungen rechnen muss. Wer grundsätzlich gesund ist, und sich bei der Kreatin Einnahme an die vorgegebenen Dosierungen hält, der sollte auch wenig Probleme haben oder Nebenwirkungen fürchten.
Bekannte Kreatin Nebenwirkungen hängen also von der falschen Anwendung, manchmal allerdings auch von einer allgemeinen Unverträglichkeit ab.
Nierenschädigung durch Kreatin?
Eine Schädigung der Nieren ist wahrscheinlich die erste Nebenwirkung, die man im Zusammenhang mit Kreatin bringt. Tatsächlich wird natürlich Kreatin, welche überdosiert wurde, vom Körper über die Nieren ausgeschieden. Wie auch bei einer Proteinsupplementierung (aber auch als allgemein gültige Regel!), sollte man immer genug Wasser zu sich nehmen, um die Nieren bei der Ausscheidung der Giftstoffe "zu unterstützen".
Kreatin ist kein anaboles Steroid, und man muss daher keine Nebenwirkungen befürchten, die Steroidkonsumenten häufig betrifft, wie z.B. Nieren- und Leberschädigung. Kreatin ist ein körpereigener Stoff aus dem "Energiesystem des Körpers".
Magenprobleme
Tatsächlich kommt es ab und an vor, dass Kreatinkonsumenten Magenprobleme bekommen. Dies liegt meist an der schweren Löslichkeit von Kreatin. Insgesamt handelt es sich im Normalfall um keine gefährliche Nebenwirkung. Allerdings sollte man bei einer solchen Unverträglichkeit ernsthaft überlegen, ob man nicht lieber auf Kreatin verzichten möchte. Man sollte die Wasserzufuhr noch etwas erhöhen. Sollten die Magenprobleme bestehen bleiben, sollte man auf jedenfall überprüfen, ob man nicht überdosiert oder zu wenig Wasser trinkt.
Gewichtszunahme nach Kreatin Einnahme
Dies ist der (zumindest vorübergehend) gewünschte Effekt. Durch die Kreatineinnahme wird die Wassereinlagerung in den Muskeln gesteigert. Dies äußert sich in einem erhöhten Körpergewicht. Außerdem werden viele Kreatinkonsumenten aufgeschwommen in den Muskeln und oftmals sogar im Gesicht. Dieses Wassereinlagerung verschwindet nach der Kreatinkur wieder und dient vorrangig dazu, während der Trainingseinheiten einen größeren Energieschub zu liefern, um härter bzw. länger trainieren zu können (was sich wiederum in erhöhtem Muskelwachstum auswirkt).
Muskelkrämpfe
Insbesondere in der Ladephase kann es, vorwiegend in den Waden, zu Muskelkrämpfen kommen. Dies ist dadurch bedingt, dass durch den erhöhten Kreatinspiegel (genauer: Phospho-Kreatin-Spiegel), die Konzentration an freiem Magnesium in der Muskelzelle erniedrigt ist (Phospho-Kreatin selbst kann Magnesium binden). In diesem Fall sollte man Magnesium zusätzlich supplementieren, um die Krämpfe verschwinden zu lassen.
Fazit
Solange man sich an die vorgeschriebenen Einnahmeschemata hält und genug Flüssigkeit zu sich nimmt, sollte man kaum Nebenwirkungen von Kreatin wahrnehmen. Kreatin ist ein körpereigener Stoff, der eben einfach nicht überdosiert werden sollte.
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